Die aktuelle Entwicklung bei den Sparzinsen – Juli 2017

Sparer haben angesichts der weiter andauernden Niedrigzinsphase, die sich in besonderem Maße auf Sparanlagen auswirkt, auch im Juli 2017 wenig Grund vor Freude. Die EZB setzt ihre Politik des billigen Geldes fort und belässt den Leitzins weiterhin bei 0,00 %. Die Einlagezinsen für das von Banken bei der EZB hinterlegte Geld stagniert im negativen Bereich bei aktuell etwa -0,4 %.

Auch für die Sparzinsen bedeutet das ein unverändertes Bild. So werden im Vergleich von 30 Anbietern in Österreich im Juli 2017 für Tagesgeldanlagen über 5.000 Euro jährliche Zinsen in einem Bereich von 0,21 bis 1,00 % bezahlt. Gegenüber Juni 2017 ergeben sich damit so gut wie keine Veränderungen und im Vergleich zum Jänner 2017 sogar ein minimaler Rückgang. Beim Festgeld sieht es nicht viel anders aus. Während im Jänner 2017 für die Sechs-Monats-Anlage zwischen 0,1 % und 0,96 % p.a. gewährt wurden, liegen die Zinsen für den gleichen Zeitraum im Juli 2017 innerhalb einer Spanne von 0,1 % bis 0,75 %. Bei einer Fünf-Jahres-Anlage werden im Juli 2017 immerhin 0,40 % bis 1,36 % gezahlt.

Tagesgeldzinsen im Juli 2017 zusammengefasst

Zur Jahresmitte im Juli 2017 werden für täglich fällige Spareinlagen Zinsen in einer Bandbreite von 0,2 % p.a. und 1,00 % (ING Diba Austria und DADAT) beobachtet. Die Moneyou Bank zahlt dem Sparer auf das Tagesgeld unverändert 0,7 % p.a. Bei der Addiko Bank und der Santander Bank gibt es einen Zins von 0,9 % p.a.

Zinsen für Festgeld mit 6-monatiger bis 5-jähriger Laufzeit im Monat Juli 2017

Bei einer Festgeldanlage gibt es gegenüber dem täglich fälligen Spargeld etwas mehr Zinsen, allerdings auch auf einem historisch niedrigen Niveau und gegenüber Jänner 2017 kaum verändert.

Bei einer Laufzeit von bis zu sechs Monaten liegen die Zinsen aktuell im Juli zwischen 0,1 % und 0,96 % p.a. Die höchsten Zinsen mit 0,96 % p.a. werden von der Austrian Anadi Bank gezahlt. Die Santander Bank bietet 0,80 % p.a und die DenzBank immerhin noch 0,75 %. Bei den europäischen Anbietern liegt derzeit die französische Credit Agricole Bank mit 1,01 % p.a. etwas höher.

Für die fünfjährige Laufzeit werden bei den österreichischen Anbietern aktuell zwischen 0,40 % (VKB Bank) und 1,36 % p.a (DenizBank, VakifBank) gewährt. Wer europäisch anlegt, kann bei Atlantico (Portugal) 1,8 % erhalten.

Fazit, Empfehlungen, Ausblick – was sind nun gute Angebote?

Es wird den Anlegern weiterhin empfohlen, ihr Geld trotz niedriger Zinsen nur kurzfristig als täglich fälliges Tagesgeld oder als Festgeld mit einer Sechs-Monats- oder Ein-Jahres-Laufzeit anzulegen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Ist das Geld länger festgelegt, besteht keine Chance, von möglichen Zinsschritten der EZB und damit verbundenen Zinserhöhungen für Sparzinsen zu profitieren. Experten sehen durchaus die Chance, dass es noch in 2017 zu einer leichten Zinsanpassung durch die EZB kommen könnte. Wesentliche Impulse hierfür könnten von Zinsanhebungen durch die Federal Reserve in den USA ausgehen. Außerdem entwickeln sich die Wirtschaftsdaten und Arbeitsmarktzahlen im südeuropäischen Raum etwas positiver als gedacht. Für die Inflation wird bereits jetzt eine leichte Steigerung beobachtet, was die EZB zu einem Zinsschritt bewegen könnte.

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