Bausparen mit 4,5 % Zinsen

Die ABV hat ab 1.10.2010 eine Aktion zum Bausparen. Wer bei der ABV abschließt bekommt 4,5 % Sparzinsen im ersten Jahr, danach wird der Zinssatz der Bausparzinsen an das jeweilige Zinsniveau angepasst. Die Aktion ist für all diejenigen interessant, die so und so einen Bausparvertrag abschließen wollten.

Es gibt 2 verschiedene Varianten bei den Bausparverträgen. Die mit der fixen Verzinsung über die gesamte Laufzeit und die mit einer variablen Verzinsen über die 6 Jahre Laufzeit des Bausparers. Welche nun die bessere ist, hängt eben von der Entwicklung der Leitzinsen ab. Wenn diese in den nächsten Jahren steigen, so ist die fixe Variante ein Nachteil. Wenn diese weiterhin so niedrig sind bzw. noch weiter sinken, so ist die Variante mit den fixen Zinsen zu empfehlen.

Die ABV bietet die 4,5 % Bausparzinsen für die variable Variante an. Die 4,5 % Zinsen gelten fürs 1 Jahr, danach wird der Zinssatz an die allgemeine Entwicklung angepasst. Danach wird es aber im Moment ungemütlicher, denn die Bausparzinsen orientieren sich dann am 12-Monats-Euribor (und dieser ist im Moment sehr niedrig). Die Bausparzinsen bewegen sich dann zwischen 1 und 4 %. Nur dank der Bausparprämie ergibt sich trotzdem eine interessante Verzinsung über die gesamte Laufzeit.

Hier der Original-Text aus den ABB:

Der Zinssatz für Bausparguthaben beträgt bis zum Ablauf von 6 Jahren seit Vertragsabschluss höchstens 4,5 % jährlich und mindestens 1 % jährlich. Bei Vertragsabschluss wird ein bestimmter Zinssatz für eine bestimmte Anwendungsdauer fixiert, worauf die weitere Verzinsung bis zum Ablauf von 6 Jahren seit Vertragsabschluss für jedes Kalenderjahr an 80 % des Wertes des 12-Monats-Euribor (Stichtag ist der 30.11. des jeweils vorausgehenden Jahres), vermindert um 0,50 Prozentpunkte und jeweils auf zwei Dezimalstellen kaufmännisch gerundet, angepasst. Der anfänglich fixierte Zinssatz und dessen Anwendungsdauer gelten tarifmäßig jeweils für alle, innerhalb bestimmter Angebotszeiträume abgeschlossenen Bausparverträge.

Nicht vorzeitig kündigen! Eine Kündigung des ABV-Bausparers vor Ablauf ist alles andere als empfehlenswert, denn aus den Allgemeinen Bausparbedingungen geht hervor, dass der Zinssatz nur 0,125 % wäre für den gesamten Zeitraum!

Hier der Original-Text:

Erfolgt vor Ablauf der 6-jährigen Sparzeit die Kündigung wird die Verzinsung des Bausparguthabens, vom Tage der ersten Einzahlung angefangen, mit einem Zinssatz von 0,125 % jährlich neu berechnet.

Die anderen Bausparkassen kochen auch nur mit Wasser und im Moment ist es eben so, dass die variable Verzinsung auch beim Bausparen sehr niedrig ist. Durch die Bausparprämie des Staates ergibt sich trotzdem noch eine interessante Rendite, welche über der Inflation liegt!

Hier gehts zum aktuellen Vergleich der Bausparzinsen.

 

 

EURIBOR steigt – wann steigen die Zinsen?

Die letzten 4 bis 5 Wochen zeigen einen eindeutigen Trend nach einer sehr langen Seitwärts-Bewegung des Euribors: Es geht bergauf! Waren wir im April bzw. Mai noch bei 0,6xx sind es heute bereits 0,8xx % beim 3-Monats Euribor und es geht stets weiter hinauf. Die EZB hat ihren Leitzins die letzten Monate stets gleich belassen, jedoch gibt es stets Stimmen aus dem Markt, dass sich dieser wohl schon bald nach oben bewegen wird.

Nun was bedeutet dies aber für uns Konsumenten:

Kreditzinsen

Die nächste Anpassung der Kreditzinsen, welche zumeist an den Euribor gekoppelt sind, wird wieder ein wenig höher ausfallen, denn der Euribor steigt und somit steigen auch die Kreditzinsen.

Sparzinsen

Erfreuliches steht bevor – das Zinstief bei den Sparzinsen könnte schon bald ausgestanden sein, denn die Banken werden wohl rechtzeitig zum Weltspartag im Oktober wieder ordentliche Angebot auf den Markt werfen.

Die Entwicklung der Euribors in den letzten Tagen zeigt eine eindeutige Tendenz nach oben:

Euribor Zinsen steigen

Noch ist aber der Anstieg des Euribors in den letzten Wochen ein zartes Wachstum, welches auch sehr schnell wieder vorbei sein kann. Man muss jetzt abwarten, wie es nun tatsächlich weitergeht mit dem Euribor… großes könnte aber bevorstehen. Für den Sparer positiv, für den Kreditnehmer könnte es dick kommen.

 

 

Bank Burgenland, PSK, BAWAG und HYPO Niederösterreich/Wien senken Sparzinsen

Neues Jahr, neues Glück – das stimmt für die fleißigen Sparer noch nicht, denn die Sparzinsen sind gleich zu Beginn des neuen Jahres nochmals nach unten gegangen. Die Bank Burgenland, die BAWAG/PSK und die HYPO NÖ/Wien haben für zahlreiche Sparprodukte ihre Sparzinsen gesenkt. Viele diskutieren schon darüber, dass ab Mitte des Jahres die Zinsen wieder steigen werden, aber im Moment sieht es ganz und gar nicht danach aus. Selbst der EURIBOR macht seit längerem eine Seitwärts-Bewegung und der letzte kleine Aufschwung zeigt auch schon wieder nach unten. Hier die letzten Änderungen bei den Sparzinsen:

Produkt Anbieter Sparform Zinsen Alt Zinsen Neu Trend
Kapitalsparbuch 1 Jahr Bank Burgenland AG 1 Jahr gebunden 1,500 1,250
Prämiensparen (2 Jahre) PSK Bank 2 Jahre gebunden 0,625 0,375
Ansparbuch (2 Jahre) Bawag 2 Jahre gebunden 0,625 0,375
Kapitalsparbuch (3 J) Bank Burgenland AG 3 Jahre gebunden 2,750 2,500
Prämiensparen (4 Jahre) PSK Bank 4 Jahre gebunden 1,125 0,875
Ansparbuch (4 Jahre) Bawag 4 Jahre gebunden 1,125 0,875
HYPO Powerkonto HYPO Landesbank für Niederösterreich und Wien täglich fällig 0,750 0,625

 

 

Bankanleihen und Sparanleihen sind kein Ersatz für Sparbücher

Speziell jetzt in Niedrigzinsphasen suchen die typischen Sparbuchsparer nach Möglichkeiten für einen höheren Zins. Durch die Finanzkrise sind aber viele Sparer noch unsicherer geworden, wenn es um eine Veranlagung in Fonds oder Aktien geht. Daher gibt es im Moment einen Trend, der hin zu Bankanleihen und Sparanleihen geht. Banken versuchen dadurch sich Eigenkapital zu verschaffen und das auf relativ kostengünstigem Wege.

Gegen Bankanleihen und Sparanleihen ist grundsätzlich nichts zu sagen, denn es ist eine gute Möglichkeit hier höhere Zinsen zu lukrieren, nur darf nicht der Irrtum entstehen, dass es sich hier um ein Sparbuch mit der staatlichen Einlagensicherung handelt.

Speziell wenn es um die Rendite geht, muss bei Bankanleihen und Sparanleihen berücksichtigt werden, dass hier eventuell ein Wertpapierdepot notwendig ist und für dieses Wertpapierdepot muss vermutlich Depotgebühr, Kosten fürs Verrechnungskonto und evtl. auch noch Kaufspesen bezahlt werden. Damit vermindert sich die Rendite von diesen Anleihen.

Hier die wichtigsten Merkmale von Bankanleihen und Sparanleihen im Vergleich zu Sparbücher:

Bank- und Sparanleihen:

  • Bank- und Sparanleihen bieten höhere Zinsen und Renditen als Sparbücher, jedoch ist auch das Risiko höher
  • Bei einem Verkauf vor dem Ende der Laufzeit der Anleihe besteht ein Kursrisiko
  • Es besteht ein Emittentenrisiko, sprich es haftet für die Rückzahlung der Anleihe NUR der Ausgeber der Anleihe, es besteht keine Einlagensicherung!
  • Bei einem Kauf von Bank- und Sparanleihen könnte es zu Gebühren bei einem Wertpapierdepot kommen. Diese schmälern den Ertrag! Die Sparanlage der Spar z. B. verrechnet keine Depotgebühr.

Sparbücher:

  • Momentan sind die Sparzinsen extrem tief. Dafür ist auch die Inflationsrate sehr tief (im Vergleich zum Vorjahr). Die Sparzinsen sind wohl auch weiterhin sehr niedrig, da sich der Euribor (als Referenzzinssatz) ebenfalls sehr weit unten im Zinsgefüge bewegt.
  • Sparbücher fallen unter die gesetzliche Einlagensicherung, diese ist ab 2010 auf EUR 100.000,- in Österreich beschränkt
  • Keine Spesen bei Sparbücher im Vergleich zu den Depotgebühren.

 

 

Euribor Zinsen ab sofort verfügbar

Der EURIBOR ist für Personen mit Kredite und Darlehen wohl der wichtigste Referenzzinssatz, denn je nachdem wie sich der EURIBOR entwickelt steigen/sinken die Kreditzinsen bzw. Darlehenzinsen. Weiters wird der Euribor auch gerne als Referenzzinssatz für variabel verzinste Anleihen oder Swaps verwendet. Ab sofort sind alle Euribor Daten seit 2008 (wird zu einem späteren Zeitpunkt mit weiteren historischen Daten ergänzt) in allen Ausprägungen vorhanden. Diese Daten werden in Zukunft ebenfalls dafür verwendet, um Vergleiche mit den aktuellen Kreditzinsen und Sparzinsen herzustellen – man darf gespannt sein.

Es gibt den Euribor in folgenden Zeit-Ausprägungen: