ING-DiBa 2016 finanziell erfolgreich

Die ING-DiBa hat in einer Presseaussendung bekannt gegeben, dass das Kalenderjahr 2016 das bisher erfolgreichste Jahr in ihrer Geschichte ist. Als Laie würde man glauben, dass die ING-DiBa hier besonders viel Gewinn erwirtschaften konnte, aber nein, vom Gewinn ist in der Presseaussendung keine Rede, sondern Erfolg bezieht sich bei der ING-DiBa auf die erfolgreiche Einführung des Girokontos und der Steigerung des Geschäftsvolumens. Ob unterm Strich auch mehr blieb ist bislang nicht bekannt.

Was hat sich bei der ING-DiBa denn verändert im letzten Jahr? Neben dem Girokonto wurde auch das Wholesale Banking integriert und läuft nun unter der ING-DiBa in Österreich. Weiters setzt die ING-DiBa weiterhin auf das Thema Digitalisierung, wobei es sich hier für uns Kunden doch sehr um ein Schlagwort handelt, denn das Angebot der ING-DiBa hier ist gut, aber nicht so toll. Eine Erste Bank kann dies deutlich besser und umfangreicher lösen.

Besonder stolz ist die ING-DiBa auf „So hat sie als erste Bank in Österreich einen Kontoeröffnungsprozess
ohne Medienbruch eingeführt“, was aber sehr positiv dargestellt ist, denn in Österreich wurden lange davor bereits die Girokonten von DKB oder Number26/N26 bereits vollkommen digital ohne Medienbruch eröffnet. Da die ING-DiBa auch eine deutsche Bank ist nicht nachzuvollziehen, warum diese Behauptung entstanden ist.

Wie lange gibt es das gratis Konto bei der ING-DiBa?

Absolut erwähnenswert ist die Aussage des CEOs Truyens, welcher in der Presseaussendung sagte:

„Wir möchten weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen – auch beim Thema Gebührenfairness und Transparenz. Solange wir können, werden wir unser Girokonto kostenlos
anbieten. Null Euro müssen auch wirklich null Euro sein. Versteckte Gebühren, die letztendlich zu negativen Überraschungen am Kontoauszug führen, gibt es bei uns nicht.“

Der zweite Teil ist nicht besonders spannend, aber der erste Teil hat es in sich, denn hier erfährt der Leser, dass die ING-DiBa vorhat, dass Gehaltskonto so lange als kostenlos anzubieten, bis sie nicht mehr können. Dies lässt viel Interpretationsspielraum zu, jedoch interepretiert der gelernte Österreicher diese Aussage so, dass es absehbar ist, dass es auch mal anders kommen wird. Aktuell besteht aber keinerlei Handlungsbedarf und man darf sich zurücklehnen und weiterhin das gratis Konto der ING-DiBa genießen, denn die Bank wird schon darüber informieren, wenns soweit ist und ists mal soweit, dann macht man ganz einfach einen erneuten Vergleich des günstigsten Gehaltskontos.

Im Moment hat die ING-DiBa Austria über 527.000 Privatkunden. Sie verwaltet dabei ein Geschäftsvolumen von insgesamt 8,5 Mrd. Euro (das Geschäftsvolumen setzt sich zusammen aus dem Bilanzvolumen des Retail-Kundenvermögens zuzüglich des Depotvolumens aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft, den Retail-Kundenkrediten und des Wholesale Bankings – Stand 12/2016).

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