Trade Republic startet ab dem 12. Mai 2026 eine neue Zinsaktion für neue Kundinnen und Kunden für den österreichischen Markt und positioniert sich damit schlagartig an der Spitze vieler steuereinfacher Angebote für täglich verfügbares Guthaben. Neue Kundinnen und Kunden erhalten künftig 3,00 % p.a. auf nicht investiertes Guthaben, und zwar ohne betragsmäßige Obergrenze. Es gibt keine Bedingung, dass auch investiert werden muss, aber natürlich will Trade Republic genau das. Das Zinsangebot ist das Lockmittel um Sparende zu Investierende zu machen.
Während viele Banken ihre Neukundenaktionen auf bestimmte Maximalbeträge beschränken, verzichtet Trade Republic derzeit vollständig auf ein Limit. Genau dieser Punkt dürfte in Österreich für viel Aufmerksamkeit sorgen, denn bei größeren Guthaben entsteht dadurch ein deutlicher Unterschied zu klassischen Tagesgeldangeboten.
Die Verzinsung ist variabel ausgestaltet und kann jederzeit angepasst werden. Aktuell spricht Trade Republic jedoch davon, dass die 3,00 % „bis auf Weiteres“ gelten. Die Zinsen werden täglich berechnet und monatlich gutgeschrieben. Das Guthaben bleibt laut Anbieter jederzeit verfügbar.
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Dieses aktuelle Video zeigt die aktuelle Aktion und ordnet sie im Markt ein:
3,00 % p.a. ohne Obergrenze
Alle Neukundinnen und Neukunden, die ab dem 12. Mai 2026 ein neues Konto eröffnen und die Zinsfunktion aktivieren, erhalten den erhöhten Zinssatz auf das gesamte nicht investierte Guthaben.
Im Gegensatz zu vielen klassischen Banken gibt es derzeit:
- keine maximale Einlagensumme,
- keine Bindung,
- keine Mindestlaufzeit,
- und keine Staffelung beim Zinssatz.
Damit unterscheidet sich das Angebot deutlich von vielen bekannten Tagesgeldaktionen am österreichischen Markt.
Einige Beispiele zeigen den Unterschied:
| Guthaben | 3,00 % p.a. brutto | 2,00 % p.a. brutto | Unterschied |
|---|---|---|---|
| 7.500 € | 225 € | 150 € | +75 € |
| 15.000 € | 450 € | 300 € | +150 € |
| 35.000 € | 1.050 € | 700 € | +350 € |
| 80.000 € | 2.400 € | 1.600 € | +800 € |
| 125.000 € | 3.750 € | 2.500 € | +1.250 € |
Von den Zinserträgen wird bei steuereinfachen Konten natürlich noch die Kapitalertragsteuer von 25 % für Sparzinserträge abgezogen.
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Trade Republic geht damit deutlich aggressiver vor als viele Banken
Der österreichische Sparzinsenmarkt war in den vergangenen Monaten stark von zeitlich begrenzten Neukundenaktionen geprägt. Viele Banken bieten zwar attraktive Zinssätze, allerdings oft nur:
- für wenige Monate,
- bis zu bestimmten Betragsgrenzen,
- oder mit deutlich niedrigeren Bestandszinsen nach Ablauf der Aktion.
Trade Republic geht nun einen anderen Weg. Die 3,00 % p.a. liegen aktuell klar über vielen steuereinfachen Tagesgeldangeboten österreichischer Banken.
Zum Vergleich:
| Anbieter | Zinssatz | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Santander Bank | 2,40 % p.a. | Neukundenaktion |
| DADAT Bank | 2,40 % p.a. | Maximalbetrag vorhanden |
| DenizBank | 2,30 % p.a. | Zeitlich begrenzt |
| Addiko Bank | 2,30 % p.a. | Neukundenangebot |
| bank99 | 2,00 % p.a. | Befristete Aktion |
| Trade Republic | 3,00 % p.a. | Ohne Obergrenze |
Gerade bei höheren Guthaben wird der Unterschied schnell sichtbar.
Warum erhöht Trade Republic die Zinsen gerade jetzt?
Die aktuelle Aktion dürfte eng mit den Erwartungen rund um die Europäische Zentralbank zusammenhängen. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die EZB ihre Leitzinsen in den kommenden Monaten weiter anheben könnte.
Der aktuelle Einlagensatz der EZB liegt derzeit bei 2,00 %. Bereits für die nächste EZB-Sitzung im Juni 2026 erwarten viele Analystinnen und Analysten eine weitere Erhöhung auf 2,25 %. Trade Republic scheint diese Entwicklung nun teilweise vorwegzunehmen und nutzt die höheren Zinsen gezielt als Instrument zur Gewinnung neuer Kundschaften.
Auffällig ist dabei vor allem die Exklusivität für Österreich. Während andere Märkte aktuell teilweise andere Modelle oder geringere Zinssätze sehen, positioniert sich Trade Republic hierzulande besonders offensiv.
Wichtig: Die Zinsfunktion muss aktiviert werden
Ein wichtiger Punkt wird leicht übersehen: Die Verzinsung ist nicht automatisch aktiv.
Wer die 3,00 % erhalten möchte, muss die Zinsfunktion in der App selbst einschalten. Ohne Aktivierung wird das Guthaben laut aktuellem Stand nicht verzinst. Das ist ein sehr großer Unterschied zu anderen Sparkonten, denn dort gibt es Zinsen automatisch, bei Trade Republic nur für jene die die Zinsfunktion auch tatsächlich aktivieren. Es gibt Gerüchte und Schätzungen, dass rund 10 bis 20 % aller Trade Republic Kundschaften die Zinsfunktion nicht aktiviert haben.
Die Aktivierung funktioniert direkt in der App:
- Bereich „Cash“ öffnen
- Auf „Zinsen“ tippen
- „Zinsen aktivieren“ auswählen
Die Funktion kann später jederzeit wieder deaktiviert werden sofern dies gewünscht wird.
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Auch Bestandskundschaften können zeitweise profitieren
Nicht nur neue Kundschaften können von den höheren Zinsen profitieren. Trade Republic bietet auch bestehenden Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, zeitweise ebenfalls 3,00 % p.a. zu erhalten.
Dies erfolgt über das Weiterempfehlungsprogramm.
Für jede erfolgreich geworbene Person gibt es aktuell:
- 3 Monate lang 3,00 % p.a. auf das Guthaben
Mehrere erfolgreiche Empfehlungen verlängern den Zeitraum entsprechend.
Wie groß der Unterschied tatsächlich ausfällt, zeigt folgendes Beispiel nach KESt für einen Zeitraum von drei Monaten:
| Guthaben | Netto bei 3 % p.a. | Netto bei 2 % p.a. | Zusätzlicher Netto-Ertrag |
|---|---|---|---|
| 2.500 € | 14,06 € | 9,38 € | +4,69 € |
| 7.500 € | 42,19 € | 28,13 € | +14,06 € |
| 15.000 € | 84,38 € | 56,25 € | +28,13 € |
| 35.000 € | 196,88 € | 131,25 € | +65,63 € |
| 80.000 € | 450,00 € | 300,00 € | +150,00 € |
Wo liegt das Geld bei Trade Republic?
Das nicht investierte Guthaben österreichischer Kundinnen und Kunden wird derzeit auf Sammelkonten bei verschiedenen europäischen Partnerbanken verwahrt.
Dazu zählen laut bekannten Informationen unter anderem:
- Deutsche Bank AG
- J.P. Morgan SE
- Citibank Europe plc
- HSBC Continental Europe
- Crédit Agricole CIB
- Natixis
- Skandinaviska Enskilda Banken (SEB)
Je nach zugewiesener Partnerbank gilt die jeweilige nationale Einlagensicherung des entsprechenden Landes. Innerhalb der Europäischen Union gilt grundsätzlich eine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person. Welche konkrete Partnerbank verwendet wird, lässt sich direkt in der App in den Kontodetails beziehungsweise den rechtlichen Informationen einsehen.
Keine Geldmarktfonds-Lösung für Österreich
Interessant ist auch die technische Umsetzung der Guthabenverzinsung. Während in manchen Ländern teilweise Geldmarktfonds oder ähnliche Konstruktionen eingesetzt werden, erfolgt die Verwahrung für österreichische Kundschaften aktuell über klassische Bankeinlagen bei Partnerbanken.
Das bedeutet:
- keine Kursschwankungen beim Guthaben,
- klassische Einlagensicherung,
- keine Abhängigkeit von Geldmarktfondsentwicklungen.
Gerade für konservativ orientierte Sparerinnen und Sparer dürfte dieser Punkt relevant sein.
Monatliche Zinszahlung als kleiner Zusatzvorteil
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die monatliche Zinsgutschrift.
Viele Banken zahlen Zinsen nur einmal jährlich aus. Durch die monatliche Auszahlung entsteht hingegen ein kleiner zusätzlicher Zinseszinseffekt.
Zwar fällt dieser Effekt bei kurzfristigen Betrachtungen eher gering aus, bei höheren Guthaben und längeren Zeiträumen kann sich dies dennoch positiv bemerkbar machen.
Einordnung der Aktion
Mit den neuen 3,00 % p.a. setzt Trade Republic aktuell ein sehr starkes Signal am österreichischen Sparzinsenmarkt.
Besonders auffällig sind:
- die fehlende Obergrenze,
- die monatliche Zinszahlung,
- die tägliche Verfügbarkeit,
- die steuereinfache Lösung,
- und die aggressive Positionierung deutlich über vielen Bankangeboten.
Gleichzeitig sollte nicht vergessen werden, dass der Zinssatz variabel ist und jederzeit angepasst werden kann. Wie lange die 3,00 % tatsächlich bleiben, ist derzeit offen. Dennoch zeigt die Aktion sehr deutlich, dass der Wettbewerb um Spareinlagen in Österreich wieder intensiver wird. Sollte die EZB ihre Zinsen weiter erhöhen, dürften auch andere Banken ihre Angebote nach oben anpassen müssen.
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