Inflation

Der Begriff Inflation stammt aus der Volkswirtschaftslehre und bezeichnet einen andauernden Anstieg des Preisniveaus. Bei einer Inflation verändert sich das Tauschverhältnis zwischen Geldmenge zu Gütermenge. Das bedeutet, dass bei einer Inflation mehr Geldmengen pro Gütermenge besteht. Die Folge ist hier, dass pro Gut mehr Geld bezahlt werden muss und sich somit verteuert. Der passende deutsche Begriff zu Inflation ist die Geldentwertung. Die Erhebung der monatlichen Inflation erfolgt durch die Statistik Austria, welche sich auch um die jeweilige Zusammensetzung des Warenkorbs als Referenzwert kümmert.

Inflation Chart

Der Chart der Inflationsentwicklung zeigt Ihnen auf Monatsbasis, wie sich die Inflation in Österreich entwickelt hat seit 1999.

Inflation Entwicklung

Wie hat sich die Inflation in den letzten 20 Jahren in Österreich entwickelt? Die Statistik Austria veröffentlicht einmal im Monat die Werte, nachdem sie diese erhoben hat.

Inflation 2018

Im Moment bewegt sich die Inflation bei rund 2 %, wobei die Tendenz eher nach oben als nach unten geht. Die Annahmen sind so, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten sich zwischen 2 und 2,5 % bewegen wird.

Inflation 2016 – 2017

War die durchschnittliche Inflationsrate 2016 noch bei 0,9 % so wie im Jahr zuvor, so stieg die Inflationsrate dann stark nach oben im Jahr 2017, denn hier war die Inflationsrate dann auf einmal bei 2,1 %. Wesentlich teurer wurde der Sprit aber auch Bewirtungsdienstleistungen verteuerten sich. Im Jahr 2017 wurden dann Alkohol und Tabak ein Inflationstreiber so wie wiederum die Bewirtungsdienstleistungen. Günstiger wurden Kommunikationsdienstleistungen.

Inflation 2011 -2015

Lag 2011 die Inflationsrate bie hohen 3,3 sank die Inflation im Jahr darauf auf durchschnittliche 2,4 %. Es wurde 2013 wiederum niedriger, denn die Inflation sank da von den 2,4 % auf 2,0 %. Danach ging es 2014 nochmals runter auf 1,7 % und im Jahr 2015 hatte man die niedrigste Inflation erreicht die man bislang seit 1999 kannte, nämlich 0,9 %.

Inflation 2006 – 2010

Von den höheren Inflationsraten der Vorjahre ging es 2006 nun wieder runter, denn 1,5 % war die Rate damals hoch. Im Jahr darauf, 2007, stieg die Inflationsrate wieder auf 2,2 % und es ging danach nochmals weiter rauf, denn 3,2 % war im Folgejahr – ein veritabler Höchststand zu diesem Zeitpunkt im Vergleich zu den Vorjahren. Es war damals auch der Höhepunkt der Finanzkrise. Blickt man auf die Referenzzinssätze wie z. B. den EURIBOR, so zeigen sich auch hier Höchststände. In den Folgejahren 2009 und 2010 sank die Inflation auf 1,2 % bzw. danach 1,9 %.

Inflation 1999 – 2005

Mit durchschnittlicher 0,6 %igen Teuerungsrate beginnen die Aufzeichnungen der Inflationsrate hier auf Bankkonditionen. Dieser niedrige Stand wurde in den Folgejahren schnell obsolet, denn die Rate stieg im Jahr 2000 auf 2,3 % und danach auf 2,7 %. Im Jahr 2001 und 2002 gab es wieder eine Inflationsrate unter 2 %, denn die lag damals bei 1,8 und 1,3 %. War aber nicht lange so, denn in den Jahren 2004 und 2005 folgte dann wieder ein Anstieg auf 2,1 und 2,3 %.

Was ist Inflation – leicht erklärt

Wie bereits oben erwähnt, stammt der Begriff Inflation aus der Volkswirtschaftslehre und bedeutet Geldentwertung, aber eigentlich kommt der Begriff aus dem Lateinischen, nämlich vom Begriff „inflare“. Das bedeutet so viel wie „größer werden“. Es geht dabei um die allgemeine Preissteigerung in einer Volkswirtschaft, also einem Land. Bei der Kennzahl Inflationsrate (ausgedrückt in Prozent) wird nicht die Preisschwankung von Produkten ausgedrückt, sondern man versucht damit das gesamte Preisniveau abzubilden. Wenn dieses Preisniveau im Steigen ist, nennt man dies Inflation, wäre das Preisniveau im Sinken, so spricht man von einer Deflation.

Die jährliche Inflationsrate drückt aus, um wie viel das allgemeine Preisniveau eines Landes innerhalb eines Jahres gestiegen ist.

Inflation Werte

Quelle der Inflationswerte

Die monatliche Inflationsrate wird monatlich von der Statistik Austria erhoben und publiziert. Die Berechnung aus den erhobenen Daten erfolgt über ein standardisiertes Verfahren, welches aus einem definierten Warenkorb die verschiedensten Waren und Dienstleistungen zusammenstellt. In diesem Warenkorb sollen jene Waren zu finden sein, welche für uns Österreicher gebräuchlich sind und unser Einkaufsverhalten repräsentieren. Wie das aber eben so ist, wird wohl jeder ein wenig andere Gewohnheiten haben und so wird die persönliche Inflationsrate von der Statistik abweichen. Nichtsdestotrotz versucht die Statistik Austria hier einen Warenkorb zu schaffen, der repräsentativ ist und so wird dieser Warenkorb auch immer wieder angepasst. Im Moment sind ca. 700 Produkte im Warenkorb zu finden und umfasst verschiedene Lebensbereiche wie z. B.

  • Lebensmittel
  • Kleidung
  • Kultur
  • Wohnen

Für Verschwörungstheoretiker die der festen Überzeugung sind, dass der Warenkorb total falsch zusammengestellt sei und überhaupt nicht repräsentativ ist und so die Regierung etwas vertuschen möchte, der kann sich seine ganz persönliche Inflationsrate mit dem dazugehörigen Inflationsrechner der Statistik Austria berechnen:

Mit diesem Rechner ist es möglich anzugeben, wie viel man für die verschiedenen Haupt- bzw. Untergruppen ausgibt und so errechnet sich für den gewünschten Zeitraum die persönliche Inflation.

Hier der Link zur Berechnung: http://www.statistik.at/persoenlicher_inflationsrechner/

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