Bauspardarlehen Vergleich

Mit einem Darlehen einer der vier Bausparkassen aus Österreich können die eigenen vier Wände finanziert werden. Durch die gesetzlich verankerte Obergrenze bei den Darlehenszinsen gibt das Bauspardarlehen eine gewisse Sicherheit und Unabhängigkeit von Zinsschwankungen und macht es für jemanden der Wohnraum schafft kalkulierbar.

Die wesentlichen Vorteile eines Bauspardarlehens:

  • Durch die Zinsobergrenze gibt es Sicherheit bei den Darlehenszinsen
  • Bis zu 80 % des Beleihungswertes werden fremdfinanziert, das bedeutet es gibt auch eine Finanzierung mit geringen Eigenmitteln
  • Zwischendarlehen ist bei allen Bausparkassen möglich, bis das Bauspardarlehen zugeteilt wird
  • Freie Laufzeitwahl (max. Laufzeit auch abhängig ob Eintrag ins Grundbuch oder nicht)

Vergleich an Bauspardarlehen in Österreich

Hinweis: Wenn eine hypothekarische Besicherung möglich ist, so werden die Konditionen günstiger und die Laufzeit des Darlehens kann länger werden mit bis zu 30 Jahren und knapp darüber.

  • Die Vergleichtstabelle wird im Moment überarbeitet – bitte haben Sie Geduld!

Sind Bauspardarlehen im Moment sinnvoll?

Die Niedrigzinsphase, welche bereits seit über 5 Jahren besteht, lässt den schnellen Schluss zu, dass die Finanzierung einer Wohnraumschaffung über ein Bauspardarlehen nicht günstiger kommt, als über einen herkömmlichen Hypothekarkredit bei einer Bank, denn die Kreditzinsen für einen Baukredit sind historisch niedrig und in der Regel auch unter den Zinsen eines Bauspardarlehens angesiedelt sofern die Bonität stimmt. Ein Vorteil beim Bauspardarlehen ist sicherlich die Zinsobergrenze in der Höhe von 6 % (welche aber auch verändert werden könnte, sofern das allgemeine Zinsniveau sehr hoch ist). Der Vorteil des Bauspardarlehens ist sicherlich, dass es weniger schwankt und Risiko birgt, wenn auch die Konditionen im Moment nicht die allerbesten sind. Dies kann sich aber bei einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus schnell verändern.

Die Funktionsweise des Bauspardarlehens – die 3 Phasen zur Finanzierung

Das Bauspardarlehen ist in Österreich eine beliebte Form um seinen Traum vom Eigenheim zu finanzieren. Technisch funktioniert es so, dass das Bausparen in 3 Phasen unterteilt wird:

Wie funktioniert ein Bauspardarlehen?
1. Ansparphase Zu Beginn steht die Phase des Ansparens. Die Grundidee des Bausparens ist es die Schaffung von Wohnraum staatlich zu fördern und dazu ist die Schaffung von Eigenkapital notwendig. Dies soll in dieser Phase u. a. geschehen. Um überhaupt Anrecht auf ein Bauspardarlehen haben zu können, benötigt man einen Ansparvertrag mit der fixen Laufzeit von 6 Jahren. Wenn der Ansparer sich dazu entschließt ein Bauspardarlehen zu nehmen, so kommt er zu Schritt 2. Es ist in Österreich jedoch nicht zwingend notwendig ein Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen – es ist lediglich eine Option. 2. Zuteilungsphase Die Phase der Zuteilung ist jene Phase in der der Darlehenswerber warten muss, bis tatsächlich das Darlehen ausbezahlt wird. Dies kann 18 bis 72 Monate dauern. Warum dauert dies so lange? Der Grund liegt darin, dass die Bausparkasse nur jene Darlehen ausbezahlen darf, für die auch ein Guthaben vorhanden ist. Gleichzeitig müssen auch vom Darlehenswerber bestimmte Kriterien erfüllt werden wie ein bestimmtes Mindestguthaben. Gleichzeitig wird auch die Auszahlung des Sparguthabens aus der Ansparphase als Zuteilung benannt. 3. Darlehensphase Die dritte Phase ist jene des Darlehens. Ist das Darlehen erst mal ausbezahlt, beginnt danach die Tilgung des Darlehens zum vertraglich vereinbarten Zins. Die maximale Laufzeit eines Bauspardarlehens beträgt 30 Jahre sofern das Darlehen grundbürgerlich besichert ist. Falls keine hypothekarische Sicherstellung geschieht, so ist eine maximale Laufzeit von 10,5 Jahren gegeben.

Wenn vom Bauspardarlehen gesprochen wird, so wird die Phase der Zuteilung und des Darlehens (also Phase 2 und 3) an sich gemeint. Die Zuteilung ist die grundsätzliche Freigabe der Bausparkasse zur Auszahlung. Wenn der Bausparer möchte, so kann er sich nicht den angesparten Betrag, sondern ein Bauspardarlehen (nachdem ausreichende Sicherheiten vorhanden sind) auszahlen lassen.

Aktuell ist es so gesetzlich geregelt, dass das Bauspardarlehen in Österreich mit einem Zinssatz zwischen 3 bis 6 % verzinst wird. Der Zinssatz ist variabel und richtet sich meist nach dem aktuellen 12-Monats-Euribor (genaue Bedingungen weichen je nach Bausparkasse ab). Wer nun jetzt denkt, dass ein Bauspardarlehen niemals mehr als 6 % haben kann, dem sei versichert, dass dieser maximale Zinssatz zwar gesetzlich so geregelt ist, aber sich Gesetze auch ändern können.

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