Klarna erhöht Festgeldzinsen deutlich, bis zu 3,05 % p.a. ab 3. Juli 2026

Morgen, am 3. Juli 2026, treten bei der schwedischen Klarna Bank neue Festgeldzinsen in Kraft. Angehoben werden ausschließlich Laufzeiten zwischen 12 und 48 Monaten. Je nach Bindungsdauer steigen die Zinssätze um 0,050 bis 0,310 Prozentpunkte. Besonders stark fällt die Anpassung beim 18-monatigen Festgeld aus. Mit bis zu 3,050 % p.a. zählt Klarna damit weiterhin zu den attraktivsten nicht steuereinfachen Festgeldanbietern für österreichische Kundinnen und Kunden.

Die Zinserhöhungen im Überblick:

  • 12 Monate: 2,900 % p.a. (zuvor 2,710 %, +0,190 Prozentpunkte)
  • 18 Monate: 2,920 % p.a. (zuvor 2,610 %, +0,310 Prozentpunkte)
  • 24 Monate: 2,960 % p.a. (zuvor 2,850 %, +0,110 Prozentpunkte)
  • 36 Monate: 3,010 % p.a. (zuvor 2,900 %, +0,110 Prozentpunkte)
  • 48 Monate: 3,050 % p.a. (zuvor 3,000 %, +0,050 Prozentpunkte)

Das Tagesgeld als auch die Festgelder bis zu 12 Monaten werden nicht erhöht und bleiben auf dem selben Niveau wie bisher.

Aktuelle Sparzinsen bei Klarna

Mit den neuen Zinssätzen setzt Klarna vor allem auf längere Bindungsfristen. Bereits ab einer Laufzeit von 36 Monaten wird wieder die Marke von 3 % p.a. überschritten. Den Spitzenzinssatz erhalten Kundinnen und Kunden bei einer Laufzeit von 48 Monaten mit 3,050 % p.a.

Auch das einjährige Festgeld gewinnt durch die Anhebung deutlich an Attraktivität und liegt mit 2,900 % p.a. nahe an den besten derzeit verfügbaren Angeboten. Weniger interessant bleiben hingegen die kurzen Laufzeiten. Für drei Monate werden lediglich 1,840 % p.a. angeboten, das täglich fällige Flexkonto verzinst Klarna derzeit mit 1,950 % p.a.

LaufzeitAltNeuVeränderungDatum
täglich fällig1,950 %
3 Monate1,840 %
6 Monate2,390 %
9 Monate2,460 %
12 Monate2,710 %2,900 %+0,19003.07.2026
18 Monate2,610 %2,920 %+0,31003.07.2026
24 Monate2,850 %2,960 %+0,11003.07.2026
36 Monate2,900 %3,010 %+0,11003.07.2026
48 Monate3,000 %3,050 %+0,05003.07.2026

Vergleich mit dem Mitbewerb

Mit 2,900 % p.a. für zwölf Monate verbessert Klarna seine Position im österreichischen Festgeldmarkt deutlich. Das Angebot liegt sowohl im Vergleich mit steuereinfachen Banken als auch im Gesamtmarkt im Spitzenfeld.

Top 5, steuereinfache Angebote

Unter den steuereinfachen Anbietern führt derzeit die HYPO NOE Landesbank mit 2,850 % p.a. für zwölf Monate. Klarna bietet zwar 0,050 Prozentpunkte mehr, verlangt jedoch die eigenständige Versteuerung der Zinserträge in Österreich.

Bei einer Veranlagung von 10.000 Euro entspricht das einem Bruttozinsertrag von 290 Euro gegenüber 285 Euro bei der HYPO NOE. Nach Abzug der österreichischen Kapitalertragsteuer verbleiben rechnerisch lediglich 3,75 Euro Unterschied. Ob sich der geringe Mehrertrag gegenüber dem zusätzlichen Verwaltungsaufwand lohnt, muss jede Anlegerin und jeder Anleger selbst beurteilen.

BankProduktZinsen p.a.Besonderheiten
HYPO NOE LandesbankOnline Festgeld2,850 %
HYPO OÖOnline Sparen fix2,750 %
Bank AustriaSparkonto fix PLUS2,700 %Neueinlagen
RLB NÖ-WienOnline Sparen fix2,650 %Neukunden
BundesschatzBundesschatz2,550 %

Top 5, inklusive nicht steuereinfacher Anbieter

Im Gesamtvergleich reicht das neue Klarna-Angebot für den zweiten Platz. Lediglich Bigbank bietet mit 3,000 % p.a. für zwölf Monate derzeit noch einen etwas höheren Zinssatz. Ebenfalls in den Spitzenrängen finden sich Yapi Kredi sowie mehrere österreichische Banken.

Wer sich für einen nicht steuereinfachen Anbieter entscheidet, muss die Zinserträge im Rahmen der Einkommensteuererklärung selbst erklären. Dafür ist das Formular E1kv vorgesehen.

BankProduktZinsen p.a.Besonderheiten
BigbankFestgeld3,000 %nicht steuereinfach
KlarnaFestgeldkonto2,900 %nicht steuereinfach
HYPO NOE LandesbankOnline Festgeld2,850 %
Yapi KrediEuro-Plus Festgeld2,760 %nicht steuereinfach
HYPO OÖOnline Sparen fix2,750 %

Über Klarna und die Einlagensicherung

Die Klarna Bank AB mit Sitz in Stockholm ist vor allem als Zahlungsdienstleister bekannt, bietet inzwischen aber auch Sparprodukte für österreichische Kundinnen und Kunden an. Dazu gehören ein täglich fälliges Flexkonto sowie Festgeld mit Laufzeiten zwischen drei und 48 Monaten.

Da Klarna eine schwedische Bank ist, greift die schwedische gesetzliche Einlagensicherung. Geschützt sind Einlagen bis zu 1.150.000 schwedischen Kronen je Kundin oder Kunde. Das entspricht derzeit ungefähr 100.000 Euro. Die Absicherung erfolgt in schwedischen Kronen, wodurch sich der Euro-Gegenwert abhängig vom Wechselkurs geringfügig verändern kann.

Steuerlich gilt Klarna in Österreich weiterhin als nicht steuereinfach. Die Zinserträge werden daher nicht automatisch versteuert, sondern müssen im Rahmen der Einkommensteuererklärung selbst angegeben werden. Diesen zusätzlichen Aufwand sollten Anlegerinnen und Anleger bei einem Vergleich mit österreichischen Banken berücksichtigen.

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