Die steuereinfache Santander Consumer Bank mit Sitz in Wien hebt mit 2. Juli 2026 ihre Tagesgeldzinsen an, und zwar sowohl für Neukund:innen als auch für den Bestand. Auf den ersten Blick klingt das Neukund:innenangebot mit 2,700 % p.a. stark. Der Zins gilt allerdings nur für drei Monate, danach fällt er auf den Bestandszins von 1,750 % p.a. zurück. Was das im Vergleich zum Mitbewerb bedeutet, rechnen wir weiter unten durch.
- Online Tagesgeld (Neukund:innen): 2,700 % p.a., bisher 2,400 % p.a. (Erhöhung um 0,300 Prozentpunkte) für 3 Monate, danach:
- BestFlex Online Tagesgeld: 1,750 % p.a., bisher 1,500 % p.a. (Erhöhung um 0,250 Prozentpunkte)
Aktuelle Sparzinsen bei der Santander Bank
Die folgende Übersicht zeigt die jüngste Zinsrunde vom 2. Juli 2026 vollständig, also mit altem und neuem Zinssatz, der Veränderung in Prozentpunkten und dem Änderungsdatum. Ältere Anpassungen im Festgeld (Stand 28. Mai 2026) sind nur noch mit ihrem damaligen Zinssatz als Ausgangswert gelistet. Sortiert ist die Tabelle nach Laufzeit.
| Laufzeit | Zinssatz alt p.a. | Zinssatz neu p.a. | Veränderung Prozentpunkte | Änderungsdatum | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Täglich fällig | 2,400 % | 2,700 % | +0,300 | 02.07.2026 | Neukund:innenangebot für 3 Monate |
| Täglich fällig | 1,500 % | 1,750 % | +0,250 | 02.07.2026 | |
| 3 Monate | 1,700 % | ||||
| 6 Monate | 2,000 % | ||||
| 9 Monate | 2,200 % | ||||
| 12 Monate | 2,400 % | ||||
| 18 Monate | 2,400 % | ||||
| 24 Monate | 2,400 % | ||||
| 36 Monate | 2,500 % |
Der Mitbewerb im Überblick
Als Vergleichsmaßstab dient die Laufzeit täglich fällig, konkret das Online Tagesgeld für Neukund:innen mit 2,700 % p.a. Diese Laufzeit bietet sich an, weil die Erhöhung ausschließlich das Tagesgeld betrifft und auch die vergleichbaren Spitzenangebote am Markt täglich fällig sind. Als Rechenbeispiel dient eine Einlage von 10.000 Euro über zwölf Monate. Für steuereinfache Anbieter wird die Kapitalertragsteuer von 25 % automatisch abgeführt. Weil Tagesgeldzinsen variabel und die hohen Einstiegszinsen zeitlich befristet sind, lohnt neben dem reinen Aktionszins vor allem der Blick auf die effektive Jahresrendite.
Top 5 steuereinfache Angebote
| Bank | Produkt | Zinsen p.a. | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | Zinskonto | 3,000 % | Neukund:innenangebot bis auf weiteres, Sammelkonto |
| DADAT Bank | Online Sparen (Neukund:innen) | 2,700 % | Neukund:innenangebot, 3 Monate, danach 1,40 % p.a. |
| Santander Bank | Online Tagesgeld (Neukund:innen) | 2,700 % | Neukund:innenangebot, 3 Monate, danach 1,75 % p.a. |
| Addiko Bank | Tagesgeld Neukund:innen | 2,400 % | Neukund:innenangebot, 4 Monate, danach 0,55 % p.a. |
| Anadi Bank | Online-Sparen (Neukund:innen) | 2,400 % | Neukund:innenangebot, 3 Monate, danach 1,50 % p.a. |
Auf den ersten Blick liegt die Santander Bank mit 2,700 % p.a. gleichauf mit der DADAT Bank auf Platz zwei, angeführt vom Zinskonto der Trade Republic mit 3,000 % p.a. Alle Spitzenangebote sind steuereinfache Neukund:innenangebote. Entscheidend ist aber, wie lange der hohe Zins läuft: Die Santander Bank zahlt ihre 2,700 % p.a. drei Monate lang und fällt danach auf 1,750 % p.a. zurück, während Trade Republic seine 3,000 % p.a. bis auf weiteres bietet.
Rechnet man das auf zwölf Monate und 10.000 Euro hoch, ergibt sich netto nach 25 % KESt folgendes Bild (sofern die Konditionen unverändert bleiben): Trade Republic rund 225,00 Euro, Santander Bank rund 149,06 Euro, DADAT Bank und Anadi Bank je rund 129,38 Euro sowie die Addiko Bank rund 87,50 Euro. Bemerkenswert ist, dass die Santander Bank auf Jahressicht an DADAT und Anadi vorbeizieht. Der Grund liegt in ihrem vergleichsweise hohen Folgezins von 1,750 % p.a., der nach der Aktionsphase greift, während DADAT auf 1,400 % p.a. und Addiko sogar auf 0,550 % p.a. zurückfallen. Klar vorne bleibt allein Trade Republic, weil der Zins dort dauerhaft höher ist.
Top 5 Angebote inklusive nicht steuereinfacher Banken
| Bank | Produkt | Zinsen p.a. | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Advanzia Bank | Tagesgeld Neukund:innenangebot | 3,900 % | Neukund:innenangebot, nicht steuereinfach, 3 Monate, danach 1,50 % p.a. |
| Trading 212 | Zinsen auf Guthaben | 3,500 % | nicht steuereinfach, bis auf weiteres, Sammelkonto und evtl. Geldmarktfonds |
| Consorsbank | Tagesgeld Neukund:innenangebot | 3,400 % | Neukund:innenangebot, nicht steuereinfach, 5 Monate |
| Bigbank | Tagesgeld (Neukund:innen) | 3,100 % | Neukund:innenangebot, nicht steuereinfach, 3 Monate |
| Trade Republic | Zinskonto | 3,000 % | Neukund:innenangebot, steuereinfach, bis auf weiteres |
Bezieht man nicht steuereinfache Anbieter mit ein, führen ausländische Banken die reine Zinsliste an: die Advanzia Bank mit 3,900 % p.a., Trading 212 mit 3,500 % p.a., die Consorsbank mit 3,400 % p.a. und die Bigbank mit 3,100 % p.a. Auch hier lohnt der zweite Blick. Die 3,900 % p.a. der Advanzia Bank gelten drei Monate, danach 1,500 % p.a. Damit sinkt die effektive Jahresrendite auf rund 157,50 Euro netto je 10.000 Euro und liegt nur knapp über der Santander Bank. Dauerhaft hohe Zinsen bietet in dieser Gruppe vor allem Trading 212 mit 3,500 % p.a. bis auf weiteres, wobei die Verzinsung teils über einen Geldmarktfonds erfolgen kann und dann mit 27,5 % statt 25 % besteuert wird.
Alle nicht steuereinfachen Erträge sind über die Einkommensteuererklärung selbst zu versteuern. Wie das über das Formular E1kv funktioniert, zeigt dieser Beitrag.
Über die Santander Bank und die Einlagensicherung
In Österreich firmiert die Santander Bank als Santander Consumer Bank GmbH mit Sitz in Wien und tritt seit 2025 unter der Marke Santander Österreich auf. Sie besitzt eine österreichische Banklizenz und gehört zur 1857 gegründeten spanischen Banco Santander, einer der größten Bankengruppen der Welt. Ihre beiden Online-Sparprodukte, das Tagesgeld BestFlex und das Festgeld BestFix, bietet die Bank seit Oktober 2013 an.
Als österreichisches Kreditinstitut führt die Santander Bank die Kapitalertragsteuer automatisch ab und ist damit steuereinfach. Die Einlagen sind über die Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. (ESA) gesetzlich geschützt, und zwar bis zu 100.000 Euro pro Person und Institut.
