Geldmarkt

Der Geldmarkt im engeren Sinn umfasst den Handel von Zentralbankguthaben unter Banken und dient dem Liquiditätsausgleich. Der Geldmarkt im weiteren Sinn umfasst die Gesamtheit aller Handelstätigkeiten mit kurzfristigen Finanzinstrumenten.

oder: Der Markt des kurzfristigen Geldkapitals, das die Funktion von Zahlungsmitteln ausübt. Im weiteren Sinne umfaßt der Geldmarkt alle kurzfristigen Kreditgeschäfte (Aktivgeschäft und Passivgeschäft), bei denen stets neues Geld entsteht. Im Gegensatz dazu wird auf dem Kapitalmarkt langfristiges Leihkapital (Sparkapital) umgesetzt. Im engeren Sinn versteht man darunter den Handel mit kurzfristigem Geld und Geldmarktpapieren zwischen Banken. Seine Funktion besteht vor allem in der Überlagerung der Liquidität von einem Geldinstitut auf das andere. Das natürliche Regulierungsmittel des Geldmarktes ist der Zinssatz, der aber von sich aus nur in normalen Zeiten Angebot und Nachfrage zu steuern vermag. der Österreichischen Nationalbank stehen deshalb vor allem drei klassische währungspolitische Instrumente zur Verfügung: die Diskontpolitik, Mindestreservenpolitik und die Offenmarktpolitik. In den letzten Jahren gewannen jedoch die Kreditrestriktionspolitik sowie die Devisenkontrolle immer größere Bedeutung.

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