Inflation im Oktober bleibt hartnäckig bei 4,0 Prozent, Energie und Gastronomie treiben Preise weiter nach oben

Im Oktober 2025 sind die Preise in Österreich weiter gestiegen. Laut Statistik Austria lag die Inflation wieder bei 4,0 Prozent und damit genauso hoch wie im September. Das bedeutet, dass das Leben im Durchschnitt um vier Prozent teurer war als vor einem Jahr. Im Vergleich zum September sind die Preise um 0,4 Prozent gestiegen.

Besonders auffällig ist, dass sich die Lage im Herbst kaum bewegt. Die teuersten Bereiche bleiben Energie sowie Restaurants und Hotels. Vor allem Strom ist weiterhin ein großes Thema, weil viele frühere Entlastungen ausgelaufen sind und verschiedene Abgaben und Netzkosten wieder oder neu anfallen. Dadurch sind die Strompreise im Jahresvergleich deutlich höher, auch wenn sie von September auf Oktober leicht gesunken sind. Bei Gas gab es erstmals seit März 2024 wieder einen Jahresanstieg, was ebenfalls die Inflation nach oben treibt.

Wichtigste Preistreiber Oktober 2025 (gegenüber Oktober 2024)

  • Elektrischer Strom: +40,7 %
  • Haushaltsenergie gesamt: +15,7 %
  • Wohnungsmieten (alle Kategorien): +5,1 %
  • Zigaretten: +5,6 %
  • Flugpauschalreisen: +6,3 %
  • Wein im Restaurant: +7,2 %
  • Fleisch: +6,6 %
  • Milch, Käse und Eier: +6,3 %
  • Bewirtungsdienstleistungen (Gastronomie): +6,2 %
  • Beherbergungsdienstleistungen: +5,2 %

Der Bereich Wohnen und Energie ist damit weiterhin der stärkste Preistreiber. Insgesamt stiegen die Kosten in diesem Bereich um 6,6 Prozent. Allein die Haushaltsenergie verteuerte sich um 15,7 Prozent, wobei Strom mit über 40 Prozent Plus hervorsticht. Fernwärme wurde etwas teurer, Heizöl hingegen blieb günstiger als im Vorjahr.

Auch Restaurants und Hotels blieben teuer. Die Preise stiegen hier um 6,0 Prozent. Die Steigerungen sind etwas schwächer als zuletzt, aber immer noch deutlich spürbar – egal ob beim Essen gehen oder bei einer Übernachtung.

Rechnet man diese beiden Bereiche heraus – also Haushaltsenergie sowie Restaurants und Hotels –, läge die Inflation nur bei 2,4 Prozent. Das zeigt, wie sehr einzelne Sektoren den Gesamtwert nach oben ziehen.

Bei Lebensmitteln gab es im Oktober moderate Preissteigerungen. Sie wurden durchschnittlich um 4,0 Prozent teurer. Obst verteuerte sich stärker als zuletzt, auch Fleisch und Milchprodukte kosteten mehr. Gleichzeitig wurden manche Produkte wie Öle und Fette deutlich günstiger. Kaffee bleibt zwar teuer, aber die Steigerungen sind etwas zurückgegangen.

Im Bereich Verkehr stiegen die Preise um 2,5 Prozent. Gebrauchte Autos wurden teurer, während Neuwagen in etwa gleich kosteten wie im Vorjahr. Flugtickets wurden ebenfalls teurer, Treibstoffe hingegen nur leicht.

Versicherungen und verschiedene Dienstleistungen verteuerten sich ebenfalls spürbar. Bei Freizeit und Kultur fiel der Preisanstieg etwas geringer aus als noch im September, blieb aber deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.

Beim Vergleich zum Vormonat zeigt sich ein typisches saisonales Bild: Die Winterware kam in die Geschäfte, deshalb stiegen die Preise für Kleidung. Gleichzeitig wurden Flugpauschalreisen zum Saisonende deutlich billiger, was den Gesamtindex wieder etwas bremste.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für Vergleiche innerhalb der EU verwendet wird, lag ebenfalls bei 4,0 Prozent und bestätigt somit die nationale Statistik.

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