Bank Austria wird nicht verkauft,aber härterer Sparkurs und Filialschließungen kommen!

Das Rätselraten um die Bank Austria ist vorbei und die Zukunft für die altehrwürdige Bank Austria ist besiegelt. Es geht weiter! Es geht weiter mit einem härteren Sparkurs und noch vielen weiteren Schließungen von Filialen.

Böse Stimmen behaupten, dass die Verkaufsgerüchte an die BAWAG P.S.K. ein gefinkeltes Manöver der Unicredit Chefs war, um den Betriebsrat bzw. die Gewerkschaft weichzukochen, damit diese dem rigiden Sparkurs zustimmen, nur um ja keinen Verkauf an die BAWAG P.S.K. zu verhindern. Falls dies die Idee der Bank Austria Eigentümer war, so ist dieser Plan voll aufgegangen. Der Betriebsrat der Bank Austria hat sich nun dem Abbauplan der Bank Austria voll unterworfen und hilft mit die Bank Austria noch schlanker aufzustellen. Ergebnis ist eine Betriebsvereinbarung, welche die notwendigen Veränderungen in der Bank abdeckt. Im Kern dieser Betriebsvereinbarungen finden sich 3 wesentliche Punkte:

  • die Bank Austria Bankpensionen
  • Unkündbarkeit langjähriger Mitarbeiter

Wie man aus diesen beiden Punkten bereits ersehen kann, handelt es sich hier um Pfründe von vergangenen Tage die weiterhin aufrecht bleiben sollen. Dies trifft in der Regel nur Mitarbeiter die bereits sehr lange im Unternehmen sind. Gegenüber jungen Mitarbeitern gibt es diese Zuckerl nicht, diese werden schon bei den Einstiegsgehältern kurz gehalten und haben auch so gut wie keine Chance sich in den Folgejahren nach oben zu arbeiten. Von Automatismen wie es langjährige Mitarbeiter haben, können die jüngeren Mitarbeiter nur träumen. Das birgt im Unternehmen selbst wohl eine gewisse Sprengkraft und man darf gespannt sein, wie die Bank Austria damit umgehen wird. Neue Mitarbeiter werden in Zukunft keine Chance mehr auf die Bankenpension haben und da die Mitarbeiter bisher in der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien (KFA) versichert sind und dies zu höheren Kosten führt, werden die Mitarbeiter nun auch in die ASVG-Gebietskrankenkasse transferiert und erhalten so von der Gebietskrankenkasse ihre Sozialleistungen.

80 Filialen werden geschlossen, 800 Mitarbeiter abgebaut

Jetzt wird aber mal weiterhin fleißig gespart und der Sparkurs sieht vor, dass bis 2018 weitere 150 Millionen Euro gespart werden, auf der Kostenbasis von 2014 sind es dann sogar insgesamt 300 Millionen. Das Filialnetz wird um 80 Filialen österreichweit nochmals reduziert. Insgesamt gibt es dann noch 120 Filialen in Österreich. Damit werden zahlreiche MitarbeiterInnen nicht mehr benötigt, welche gemeinsam mit dem Betriebsrat abgebaut werden sollen – einvernehmlich. Hier wird es wohl zu Golden-Handshake Lösungen kommen. Insgesamt sollen bis Ende 2018 rund 800 Mitarbeiter abgebaut werden, wobei es hier zu keinen arbeitgeberseitigen Kündigungen kommen wird, sondern alles über natürliche Abgänge geregelt wird.Die Einsparungen in der Höhe von 150 Millionen Euro wird es durch die Anpassung der Filialdichte, der dadurch weniger notwendigen Mitarbeiter im Filialgeschäft als auch weniger Mitarbeiter im Back-Office geben.

Man darf gespannt sein, wie die lieben Kunden auf die Sparpläne reagieren, denn die Bank Austria hat große Herausforderungen zu bewältigen und die Motivation der Angestellten ist wichtig um die Kunden gut servicieren zu können. Gibt es Unmut unter den Angestellten, so darf man davon ausgehen, dass es spannend wird, wie sich das wiederum auf die Kunden bzw. Kundenbindung auswirkt.

 

 

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