Geld anlegen: Nur ohne Risiko meint Herr und Frau Österreicher

Die Allianz hat eine Online Befragung mit 1.000 Befragten zum Thema Geld & Sicherheit durchgeführt und die Ergebnisse lassen in das Finanzherz von Herr und Frau Österreicher blicken. Risiko ist verpönt und das Geld soll möglichst sicher angelegt werden. Was aber ist finanzielle Sicherheit? Wie muss das Geld angelegt sein, damit es für uns Österreicher als sicher gilt? Nun, die Paradeantwort heißt: Betongold!

Betongold: Immobilien sind der wahre Hort von Sicherheit sagen die Österreicher

An erster Stelle, wenn es um den Eindruck der finanziellen Sicherheit geht, liegt das Eigentum einer Immobilie. Danach kommt das Sparbuch, der Bausparvertrag und die Lebensversicherung. Spannend natürlich auch die Tatsache, dass jeder 9. gemeint hat, gar nichts ist sicher. Die Allianz selbst wundert sich in ihrer Presseaussendung über die Österreicher, denn für viele stellt die Anschaffung einer Immobilie zum größten Einzelinvestment ihres Lebens und viele verschulden sich dabei auch noch immens. Hier ist der Allianz beizupflichten, denn worin hier die Sicherheit liegt, das wäre interessant zu wissen.

Die Hitliste der Österreicher: Immobilien, Sparbuch, Bausparvertrag, Edelmetalle

Wie in der Auswertung oben bereits ersichtlich gibt es auch eine Rangliste, welche Form der finanziellen Vorsorge, denn am ehesten sicher ist:

  • Immobilien – 56 %
  • Sparbuch – 45 %
  • Bausparer – 30 %
  • Edelmetalle, Schmuck – 28 %
  • Bargeld – 25 %
  • Lebensversicherung, Pensionsvorsorge – 20 %
  • Fonds – 5 %
  • Aktien – 4 %
  • Anleihen – 2 %
  • Keine – 11 %

Dass Wertpapiere in Form von Fonds, Aktien und Anleihen derart unbeliebt sind, das ist keineswegs überraschend für die Österreicher. Objektiv betrachtet sind dies aber mehr als geeignete Formen der finanziellen Vorsorge und über Jahre gesehen, bringen diese Wertpapiere auch durchaus Ertrag. Garantie gibt es keine, aber diese gibt es bei Immobilien oder Edelmetalle ebenfalls nicht. Wer in Wertpapiere anlegt muss sich natürlich informieren und gut überlegen, wem er sein Geld anvertraut und in was er investiert.

Langfristig gesehen sind Wertpapiere aber eine gute Möglichkeit ein Vermögen aufzubauen. Die Kosten können ordentlich gedrückt werden im Vergleich zu Versicherungen und die langfristigen Ertragschancen sind hoch. Die Allianz hat dazu eine Studie in mehreren Euro-Ländern gemacht und festgestellt, dass die Österreicher unter den 9 Ländern am schlechtesten angelegt haben. Zwischen 2010 und 2014 erzielten die österreichischen Haushalte im Mittel eine jährliche Rendite von 2,6 Prozent und schnitten damit im internationalen Vergleich am schlechtesten ab. Bereinigt man die Gesamtrendite um die Inflationsrate, so sieht es hierzulande noch düsterer aus: Österreich bildet auch hier mit einer realen Rendite von nur 0,3 Prozent das Schlusslicht. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Österreicher noch stärker in Bankeinlagen (mehr als 40 Prozent) und noch schwächer in Aktien (4,5 Prozent) investiert sind als alle anderen untersuchten Länder.

Kärntner und die Jungen investieren unterm Kopfpolster

Nix zu tun, das ist wohl die schlechteste Art an ein Vermögen zu kommen. Bei den Detailergebnissen der Allianz Studie zeigten sich zwischen den Befragten spannende Unterschiede: Junge Menschen tendieren in hohem Maße zum „Sparen unter dem Kopfpolster“: 40,6 Prozent der Unter 20-Jährigen – und damit um 15 Prozent mehr als in der Gesamtbevölkerung – halten es für sicher, Bargeld zu Hause zu bunkern. Vier von zehn Kärntnern halten Bargeld zu Hause für sicher, gegenüber nur 12,9 Prozent bei den Salzburgern. Als einzige Bevölkerungsgruppe in Österreich empfinden die Wiener Bankeinlagen sicherer als Immobilien. Langfristig ertragreichere Investmentformen werden hingegen von relativ wenigen Menschen als sicher erlebt, am ehesten noch von Männern in der Einkommensklasse über 3.000 Euro monatlich. 9,3 Prozent der Männer und 13,3 Prozent der Frauen fühlen sich bei keiner einzigen Vorsorge-Alternative wirklich sicher.

 

 

 

 

 

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