Generali Bank sperrt zu – ab 2018 ist die Bank Geschichte

Wir haben fertig, das kann die Generali Bank von sich sagen, denn die Türen der Bank sperren 2018 zu. Die Idee war vor 15 Jahren, dass der Versicherungskonzern auch eine Bank hat und die bestehenden Generali Versicherungskunden auch Kunden der Bank werden, denn diesen könnten doch Produkte aus der Bank ebenso angeboten werden. Klingt gut und einleuchtend, doch die Umsetzung war anscheinend nicht so gelungen wie erhofft. Sieht man sich die Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten Jahre an, so erhält man folgende Ergebnisse:

  • 2016: ~ -4 Millionen
  • 2015: 0,155 Millionen
  • 2014: 0,733 Millionen
  • 2013: -2,530 Millionen
  • 2012: -7,585 Millionen
  • 2011: -21,392 Millionen
  • 2010: 11,128 Millionen
  • 2009: -8,897 Millionen
  • 2008: 1,810 Millionen
  • 2007: 1,089 Millionen
  • 2006: 1,323 Millionen
  • 2005: 14,615 Millionen
  • 2004: -8,042 Millionen
  • 2003: -8,018 Millionen
  • 2002: -4,520 Millionen

An diesen Achterbahnfahrt der Gewinne und Verluste sehen Sie, warum die Generali Bank nun die Leine zieht und die bestehenden 40.000 Kunden bis ins Jahr 2018 sich überlegen müssen, wohin diese Ihr Geld nun geben bzw. welche Bankprodukte von anderen Banken übernommen werden müssen. Die Generali Österreich sagt von sich aus, dass sie sich nun wieder auf das Kerngeschäft, die Versicherungen, konzentrieren werden. 2018 werden die Sparkunden an die 3-Banken-Gruppen übergeben (Oberbank, BKS und BTV), die Kreditkunden werden aber weiterhin bei der Generali Bank bleiben, denn diese werden nach und nach abgebaut.

Generali Bank stark im Fremdwährungskredit Geschäft

Der Grund, warum die Kredite nicht gleich auch einer anderen Bank übergeben werden, liegt vermutlich im Risiko der Geschäfte. Die Generali Bank ist anscheinend nach der Jahrtausendwende stärker in dieses Geschäft eingestiegen und hat alleine 4.000 Kunden mit Krediten, davon ca. 2/3 Fremdwährungskredite bei einem Volumen von 550 Millionen Euro. Das ist schön eine gehörige Summe für eine Bank dieser Größe.

Mitarbeiterlösungen werden gesucht

Betroffen von der Auflösung der Generali Bank sind ca. 70 Mitarbeiter. Generali sagt, dass versucht wird diese Mitarbeiter in den Versicherungskonzern einzugliedern, bzw. wenn die Kunden an andere Banken übergeben werden, dass diese Mitarbeiter auch mit den Kunden zu diesen neuen Banken wandern.

Quelle: http://derstandard.at/2000054536624/Generali-Oesterreich-steigt-aus-dem-Bankgeschaeft-aus und OeNB

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