Kreditzinsen: Private sichern sich ihre niedrigen Zinsen ab

Die Österreichische Nationalbank hat in ihrer heutigen Pressekonferenz präsentiert, dass sich Private ihre Kreditzinsen nun absichern in der Annahme, dass die Zinsen nicht weiter sinken können und werden und die Kreditzinsen in den nächsten Jahren wieder steigen werden und sie somit von den niedrigen, abgesicherten Zinsen profitieren. Speziell bei den Wohnbaukrediten, Kredite die ein Laufzeit von 10, 20 und auch mehr Jahren aufweisen, ist die Absicherung der historisch niedrigen Kreditzinsen sehr modern.

Johannes Turner, der Direktor der OeNB für die Stastistik umreißt die aktuelle Lage der niedrigen Kreditzinsen wie folgt:

„Die EZB-Nullzinspolitik ließ die Geldmarktzinssätze und die Kundenzinssätze auf neue Tiefststände fallen. Die durchschnittlichen Zinssätze neu vergebener Kredite bzw. Einlagen an Unternehmen und private Haushalte lagen im Dezember 2016 bei 1,79 % bzw. 0,33 %.“

Eine Zinsbindung der Kreditzinsen ist grundsätzlich nichts besonderes und in anderen Ländern Europas sowieso der Fall, nur Österreich war hier immer ein wenig anders. Die Kreditnehmer haben sich hier kaum dagegen abgesichert, doch gibt es nun anscheinend eine Trendwende, denn in den letzten Monaten stieg laut OeNB der Anteil jener neuer Kreditnehmer die ihre Kreditzinsen zumindest für die ersten 5 Jahre absichern auf 35 %. Dies bedeutet aber natürlich auch, dass rund zwei Drittel aller Kreditnehmer darauf verzichten die Kreditzinsen zu fixieren.

Mehr Wohnbaukredite, weniger Konsumkredite

Das Kreditvolumen wächst in Österreich, doch ist das Wachstum alleinig den Wohnbaukrediten geschuldet, denn diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % gewachsen, während die Konsumkredite um -2,3 % zurückgegangen sind.

 

 

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