Mobile Banking wird immer beliebter in Österreich

Online Banking ist bereits ein alter Hut. Nun kommt Mobile Banking und setzt zum Siegeszug an. In einer Befragung der ING DiBa sagten 53 % aller Europäer, dass sie bereits Mobile Banking nutzen und Österreich bewegt sich hier im Mittelfeld mit rund 48 % aller Österreicher (es wurden hier 1000 Österreicher befragt). Das bedeutet, dass bereits jeder zweite Österreicher seine Bankgeschäfte mit einer App abruft bzw. durchführt.

Vergleicht man die Mobile Banking Nutzungszahlen in Europa mit anderen Ländern, so gibt es hier noch deutliches Aufholpotential. In den USA nutzen 63 % der Bevölkerung bereits Mobile Banking und in der Türkei sind es gar 65 %, die Online Banking mittels App durchführen und somit von überall auf ihre Bank zugreifen können und wollen.

Mobile Banking: Österreich liegt im Mittelfeld laut einer Erhebung der ING DiBa
Mobile Banking: Österreich liegt im Mittelfeld laut einer Erhebung der ING DiBa

Österreich ein Ort der Verweigerer – Tradition vs. Sicherheit?

Aber es gibt in Österreich auch einige Verweigerer, denn 39 % der Befragten sagten, dass Mobile Banking überahupt nicht in Frage kommt und hier sticht besonders das heilige Land Tirol heraus mit einer Quote von 52 % an Mobile Banking Verweigerern. Die Gründe für die Verweigerung liegen vor allem in Sicherheitsbedenken (59 %) und dass vom User kein Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Online Banking via Desktop gesehen wird. Aber auch die Komplexität (9 %) ist ein Grund dafür, dass Mobile Banking nicht in Frage kommt.

Sind die Zahlen seriös?

Laut der ING DiBa nutzen 48 % der Österreicher bereits Mobile Banking – eine hübsche Zahl, aber diese überrascht doch sehr, denn die Erhebung der Statistik Austria sieht für 2014 eine generelle Nutzung von Online Banking bei 59,2 % aller Österreicher im Alter von 16 bis 74 Jahre. Dass nun Mobile Banking schon derart weit aufgeholt hat und quasi fast alle Österreicher die Online Banking nutzen auch noch Mobile Banking betreiben, das ist doch eher unwahrscheinlich. Man darf also davon ausgehen, dass die Erhebebungsmethode in Form der Stichprobenauswahl der Statistik Austria bzw. ING DiBa nicht vergleichbar sind und sich daraus dieser große Unterschied ergibt.

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