N26: Neue Kontoprodukte und die Konditionen werden weiter verschlechtert

Das gehypte Start-Up N26 kommt langsam wieder auf den Boden und merkt, wie schwer es ist, Neukunden zu gewinnnen und aus den Bestandskunden zufriedene Kunden zu machen bzw. dass diese auch zufrieden bleiben. Nun wird N26 seit Wochen eine richtige Bank und statt dem Start im Oktober wird es nun ein Start ab November und viele Bestandskunden werden wohl erst gegen Ende des Jahres neue Karten besitzen. Es dauert immer alles deutlich länger als angekündigt bei N26. Zu ambitionierte Ziele zu stecken ist ein Markenzeichen von N26 und die Community ist hier oft erbarmungslos und sagen Ihre Meinung zu Veränderungen immer frei heraus wie dieser Screenshot auf einer Social Media Seite von N26 zeigt:

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N26 kommt mit neuen Kontomodellen: N26, N26 Black und N26 Business

N26 startet nun mit 2 neuen Konten durch, wobei es gar nicht so einfach ist festzustellen, welche Konditionen denn nun für uns Österreicher gelten. Vorweg muss auch darauf hingewiesen werden, dass so manche Kondition (wie z. B. die Sollzinsen für ein Minus am Konto mit einer Verzinsung von 8,9 % im Moment noch gar nicht möglich ist bei N26 – aber sie bauen hier vor).

Drei Konten die sich nun N26, N26 Black und N26 Business nennen. Der größte Unterschied liegt darin, dass bei N26 Black Versicherungsleistungen enthalten sind und auch die Behebung in Fremdwährung mit der MasterCard Kreditkarte kostenlos ist. Ja, richtig gelesen, die Behebung von Fremdwährungen ist ab sofort nur noch bei N26 Black kostenlos, bei allen anderen Kontomodellen kostet dies ab sofort 1,7 % vom Betrag. Eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum bisherigen Angebot.

Bei N26 Black handelt es sich um ein Konto bei dem 5,90 Euro im Monat anfallen. Man bekommt dafür eine MasterCard Black mit Versicherungsleistung. Die Versicherungsleistung umfasst eine erweiterte Garantie, Reise-, Handy-Diebstahl- und Geldautomaten Diebstahl-Versicherung. Der größte Vorteil liegt aber wohl darin, dass die Behebungen von Fremdwährungen nur noch bei diesem Kontomodell kostenlos ist – bei allen anderen fallen eben die 1,7 % Gebühr an.

Bei N26 Business handelt es sich um ein Geschäftskonto welches mit dem Kontomodell N26 deckungsgleich ist, außer dem Cashback von 0,1 % auf alle Umsätze mit der MasterCard Kreditkarte.

ACHTUNG Maestro Bankomatkarte: Mit der Maestro Bankomatkarte von N26 gibts in Österreich immer wieder Probleme und jetzt wirds auch noch teuer mit dieser Karte Geld zu beheben, denn für jede Euro-Behebung fallen Gebühren über 2 € an und geschieht diese Behebung in Fremdwährung, so kommen hier neben den 2 € auch noch die 1,7 % an Spesen hinzu.

Hier die aktuellen Kontomodelle von N26 in der Übersicht – Quelle ist N26:

n26-kontomodelle

N26 wird zur normalen Bank, das Wachstum wird wohl gebremst

Die Änderungen bei N26 waren in den letzten Monaten sehr gehäuft und auch wenn das Unternehmen keine aktuellen Kundenzahlen angibt außer „über 200.000“ so darf man davon ausgehen, dass das steile Wachstum von 2015 und dem 1. Halbjahr 2016 nun nicht mehr gegeben ist. Durch die Veränderung der Konditionen zum Nachteil der Konsumenten wird es wohl auch so sein, dass wohl nur wenige N26 als Hauptkonto verwenden, insbesondere deshalb, weil es mit N26 als deutsches Konto auch immer wieder Probleme in Österreich gibt.

Nun ist N26 tatsächlich eine Bank und irgendwann klappt die Umstellung von WireCard Bank AG auf N26 Bank AG auch beim letzten Bestandskunden und N26 kann sich auch wieder aufs Wachsen konzentrieren und auf neue Produkte. Hier wurde viel angekündigt und nun ist es das 1. Mal, dass N26 auch tatsächlich relevantes liefert. Man darf nun gespannt sein, wie es denn mit N26 weitergeht und ob die Bestandskunden N26 die Treue halten.

Mehr über N26:

 

 

 

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