Volksbanken in Österreich: Es geht noch rund!

Die Volksbanken in Österreich haben eine große Vergangenheit hinter sich und das aktuelle Geschehen lässt den Glanz dieser Banken schön langsam erlischen. Das Spitzeninstitut ÖVAG reißt alle Volksbanken mit und so kommt es nun quasi zu Zwangsfusionen der selbstständigen 44 Volksbanken quer über das ganze Land. Am Ende sollen 8 regionale Volksbanken überbleiben und die Volksbank Wien-Baden soll die Funktion des Spitzeninstituts von der ÖVAG übernehmen, während die ÖVAG sich zur Bad Bank wandelt und abgewickelt wird.

Doch es regt sich Widerstand und dieser wurde in mehreren Gesprächen mit der Finanzmarktaufsicht und dem Finanzminister Schelling (der doch früher auch noch Aufsichtsrat der ÖVAG war) nach und nach abgebaut und so stimmten immer mehr Volksbanken dem neuen System und so Fusionen zu. Die Eigenständigkeit der vielen, kleinen Volksbanken muss somit aufgegeben werden. Doch es regt sich noch immer Widerstand, denn regionale Volksbanken wie die Volksbanken Almtal, Gmünd in Kärnten und Westkärnten-Osttirol . Gleichzeitig gibt es auch noch Bedenken, dass sich bereits entschiedene Volksbanken vielleicht doch noch umentscheiden.

Fix dürfte es aber aktuell so sein, dass alle Volksbanken ihren Teil zur ÖVAG „Rettung“ beitragen und so 300 Millionen Euro an ÖVAG Rettungshilfe abliefern zum Start der Bad Bank. Ob aber alle Banken unter das neue Volksbanken Dach schlupfen werden, das ist aktuell mehr als unsicher. Ein Austreten aus dem Volksbanken Sektor wäre nichts ungewöhnliches, denn erst vor wenigen Jahren wagte die Wiener WSK Bank den Absprung aus dem Volksbanken Sektor.

Man darf gespannt sein wie sich der Volksbanken Sektor entwickeln wird und was mit den Wackelkandidaten des Volksbankensektor passiert. Die österreichische Bankenlandschaft ist in Bewegung wie noch nie und die Nachwehen der Finanzkrise machen größere Umwälzungen notwendig. Die Digitalisierung erhöht den Druck auf die Banken nochmals.

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