Österreicher sparen weiter, aber legen auch in Investmentfonds an

Die neueste Publikation der Österreichischen Nationalbank zeigt, dass die Bankeinlagen in Österreich weiterhin gestiegen sind und gleichzeitig aber auch in Investmentfonds investiert wird.

Bankeinlagen: Weiterhin Steigerung, aber nicht mehr so stark wie Corona 2020

Die Bankeinlagen inländischer Haushalte stiegen trotz sehr negativer Realzinsen im Jahr 2021 weiter auf 294,8 Mrd. €. Nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2020 (auch aufgrund pandemiebedingter Konsumbeschränkungen) hat sich die Dynamik im zweiten Jahr der Pandemie leicht abgeschwächt. Der Nettoanstieg der Einlagen privater Haushalte betrug 2020 17,1 Mrd. € (+ 6,4 %), aber nur 10,9 Mrd. € (+ 3,8 %) im Jahr 2021, fast genauso viel wie vor der Pandemie. Die Einlagen von Unternehmen stiegen 2021 um 3 Mrd. € (+ 3,5 %) auf 87,4 Mrd. €.

Investmentfonds Investitionen stiegen ebenso

Österreichische Investmentfonds profitierten vom günstigen Umfeld des Jahres 2021, wir hier in Österreich sind anscheinend auf den Geschmack gekommen, denn es gibt einen historisch hohen Nettomittelzufluss von 15,2 Mrd. € im Jahr 2021. Inländische Investmentfonds konnten 2021 eine Rendite von 7,3 % erzielen, jetzt zum Jahresstart leidete diese Rendite durch die Ukrainekrise. Die um Kurseffekte bereinigte Jahreswachstumsrate der von privaten Haushalten gehaltenen Investmentzertifikate stieg ab dem Jahr 2018 stetig an und lag im Jahr 2021 mit 13,0 % sogar deutlich über jener der Bankeinlagen (3,8 %). Der Bestand an Investmentzertifikaten im Besitz privater Haushalte stieg im Jahr 2021auf 89,3 Mrd EUR, wobei 59,5 Mrd EUR auf inländische und 29,8 Mrd EUR auf ausländische Fonds entfielen. 

Warum investieren? Hohe Inflationsrate, niedrigste Sparzinsen

Warum sind Investmentfonds und andere Wertpapiere im Moment so gefragt? Es ist eine Flucht aus dem Niedrigzinsumfeld. Es gibt so gut wie keine Sparzinsen und die Inflation war im Februar 2022 sogar schon bei 5,9 %! Die von der OeNB erstellte Grafik zeigt sehr gut den Verlauf der Inflation auf der blauen Linie und die Entwicklung der durchschnittlichen Sparzinsen auf der gestrichelten roten Linie. Resultat ist der Realzins der auf der grünen Linie dargestellt wird. Dieser ist seit über 10 Jahren negativ.

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