Katzenjammer: Kommen Bankomatgebühren?

Die Seele der Österreicher kocht über, wenn es um die Bankomatgebühr geht! Die Presse berichtet die letzten Wochen darüber, dass die eine oder andere Bank überlegt, Bankomatgebühren einzuführen, sodass jede einzelne Behebung am Bankomaten etwas kostet. Oder zumindest bei Bankomaten, die nicht zum Sektor der Heimbank gehört.

Bedeutet als Sparkassenkunde, dass bei einer Behebung bei einem Bankomaten der Raiffeisenbank Gebühren anfallen würden und natürlich auch vice versa, wenn sämtliche Banken in Österreich Bankomatgebühren einführen würden. In Deutschland oder anderen Ländern sind Bankomatgebühren Standard, aber uns Österreicher regt das selbstverständlich auf, denn in Österreich sind wir das definitiv nicht gewöhnt. Österreich fand hier vor Jahrzehnten die Lösung, dass die Banken sich die Gebühren für Fremdbehebungen untereinander verrechnen und diese Kosten in der Kontoführungsgebühr enthalten sind.

Ende des Schmusekurses – ja zu Bankomatgebühren?
Die Bankenbranche ist im Umbruch und neben der Niedrigzinsphase drücken Steuern und gesetzliche Auflagen gehörig auf die Kosten der Banken. Dazu kommen neue Mitbewerber, insbesondere von Direktbanken, welche gratis Girokonten aber ohne Filialstruktur und somit auch ohne Bankomaten, anbieten und so den alteingesessenen Banken weh tun.
Es bestehen also eine Vielzahl an Gründen, warum gemeinhin überlegt wird eine Bankomatgebühr einzuführen.

Die Regierung bekommt die Stimmung in der Bevölkerung mit und so lässt Minister Stöger verkünden, dass er an ein Gesetz gegen die Bankomatgebühr denkt. Minister Schelling lädt zu einem Bankengipfel ein, in dem er Alternativen zur Bankomatgebühr vorschlagen möchte. Definitiv ist die Bankomatgebühr ein Thema, welches Österreich bewegt – der Atout liegt nun bei den Banken. Sie können die Gebühr einführen und niemand wird überrascht sein, oder sie können mit der Regierung darüber verhandeln und können so z. B. die Bankensteuer wegverhandeln. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

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