Schnappt sich die BAWAG nun die deutsche Postbank?

Dass die Deutsche Bank mit der deutschen Postbank nicht viel Freude hat, wurde vor wenigen Wochen bekannt. Es wurde die Öffentlichkeit darüber unterrichtet, dass die Deutsche Bank die Postbank an die Börse bringen möchte oder auch verkaufen möchte, falls sich ein Interessent dafür meldet.

Nun hat das Manager Magazin berichtet, dass Cerberus, der Eigentümer der BAWAG P.S.K., sein Interesse an der deutschen Postbank bekundet hat. Inhaltlich passen die beiden Banken wie die Faust aufs Auge, wenn die Grenzen weggelassen werden und eine Bank gesehen wird, die auf günstigen Vertrieb und schlanke Strukturen setzt.

Cerberus hat die BAWAG P.S.K. die letzten Jahre verschlankt, die Gehaltskosten durch Kündigungen deutlich reduziert und eine neue Organisationsstruktur eingeführt in der nur wenige Steine nicht verrückt wurden. Die Ergebniszahlen sprechen für die Arbeit von Cerberus und wurden bisher so gedeutet, dass Cerberus die BAWAG P.S.K. bald verkaufen könnte… nun aber das Angebot für die deutsche Postbank! Man darf davon ausgehen, dass Cerberus die deutsche Postbank im Stile der BAWAG P.S.K. fitter machen wird und gehörig umrührt, gleichzeitig die beiden Banken miteinander verzahnt und wohl eine Bank daraus macht. Danach wird groß Kasse gemacht wie es eben Investoren wie Cerberus tun.

Im Kurier findet sich eine Aussage von Cerberus Manager und BAWAG AR-Chef Keith Tietjen:

„Wir sehen uns als großen Teil der Konsolidierung im europäischen Bankensektor“

Mit diesem Hinweis ergibt das Interesse an einer Postbank Übernahme Sinn. Falls diese Übernahme klappt darf davon ausgegangen werden, dass auch in Österreich bei der BAWAG noch weiter skaliert wird und die Kosten reduziert werden, damit die Bank dementsprechend fitter wird, um bei einem Verkauf den Profit zu maximieren.

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